IF Open - InterFace AG


“Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen”

am 27. Juni 2014 im Sportpark Unterhaching.

Wie üblich haben wir das gesamte IF-Forum filmen lassen und geben die zu den Vorträgen entstandenen Videos unter „creative commons“-Lizenz auf Youtube für die Allgemeinheit frei.

Hier alle Vorträge in der zeitlichen Reihenfolge, in der sie stattgefunden haben.

13:15 Wolfgang Menauer, InterFace AG
Hinführung

13:45 Dominik Rose, InterFace AG
Agil, Lean und Open

14:15 Bernhard Findeiss, InterFace AG
Kanban und Scrum

14:45
Pause

15:00 Dr. Eberhard Huber, pentaeder
Resilienz vor Effizienz

15:30 Roger Dannenhauer, Turnaround
Geisteshaltung

16:00 Roland Dürre, InterFace AG
Hierarchie oder Netz

Viel Spaß beim Anschauen! Und auch an dieser Stelle nochmal einen großen Dank an alle Referenten und das Videoteam um Friedrich Lehn.

InterFace_Icon_30Jahre_01-94Die InterFace AG hat seit dem 1. April 1984 dreißig erfolgreiche Geschäftsjahre gehabt. Am ersten April haben wir unseren 30. Geburtstag und wollen dies im Sommer 2014 so richtig feiern.

InterFace_Icon_Galileo_mit-claim-rundIn 2014 gibt es aber noch viele andere Jahrestage, die man würdigen kann. Unter anderem feiern wir den 450. Geburtstag von Galileo Galilei (1564-1642). Aus vielen Gründen haben wir uns für ihn als das Gesicht der InterFace AG im Jahre 2014 entschieden.

So laden wir Galileo Galilei zu einem
Besuch in der Gegenwart“ in unser IF-Forum 2014 ein. Kosmos, Mensch und Zeitenwende werden die Themen der drei Vorträge in diesem Jahr sein.

Schindler_Foto_FarbeAm Donnerstag, den 27. Februar starten wir mit einem Vortrag von Jörg Schindler zur Zeitenwende. Thema seines Vortrages wird sein

Der Anfang vom Ende des fossilen Zeitalters
Die große Transformation unserer Welt“ und „Resilienz folgt der Effizienz“

Jörg Schindler wurde 1943 in Augsburg geboren und wohnt heute in der Nähe von München. Er hat in den 1960er Jahren Wirtschaftswissenschaften an der LMU München studiert. In den 1970er Jahren arbeitete er bei verschiedenen Firmen im Münchner Raum an der Entwicklung neuer Verkehrssysteme. 1984 wechselte er zur Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) in Ottobrunn. Dort war er von 1992 bis Ende 2008 Geschäftsführer. Seither befindet er sich im (Un)Ruhestand als Autor.

Darüber hinaus war und ist er in vielen Bereichen aktiv:

  • Von 2000-2003 Miglied der Enquêtekommission des Bayerischen Landtags “Mit neuer Energie in das neue Jahrtausend”.
  • Mitglied im Vorstand von ASPO Deutschland e.V. (www.aspo-deutschland.org) und Vorstand der Solarinitiative München-Land e.V.
  • Mitautor zahlreicher Studien und Bücher zur künftigen Verfügbarkeit fossiler Energieträger: z.B. diverse Studien für die Energy Watch Group (www.energywatchgroup.de) zu Kohle, Erdöl und Uran, die Bücher „Ölwechsel” (München, 2002), „Geht uns das Erdöl aus?” (Freiburg, 2009), „Aufbruch, Unser Energiesystem im Wandel” (München, 2011), „Postfossile Mobilität – Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil“ (Bad Homburg, 2009) und zuletzt „Öldämmerung – Deepwater Horizon und das Ende des Ölzeitalters” (München, 2011).

Hier ein paar Thesen von Herrn Schindler

  • BAU (Business as usual) kommt „jetzt“ an ein Ende.
  • Konkret: Mit Peak Oil kommt die kurze Ära der reichlichen und billigen Energie an ein Ende. Sie hat begonnen in der „großen Akzeleration“ in den 1950er Jahren mit dem zunehmend reichlicher und billiger fließenden Öl aus dem Mittleren Osten. (Der Historiker Christian Pfister hat diese Entwicklung als das „1950er Syndrom“ bezeichnet.) Die Folge war die Massenmotorisierung der industrialisierten Staaten und der Einstieg in die Konsumgesellschaft nach amerikanischem Vorbild. Diese Phase hat in den entwickelten Ländern ab Mitte der 1970er Jahre ihre Dynamik verloren und ist weltweit Mitte der 2010er Jahre global zum Halten gekommen – ungeachtet der noch weitergehenden nachholenden Entwicklung in den großen Schwellenländern Brasilien, China und Indien.
  • Damit steht die Welt an einem revolutionären Wendepunkt, nämlich dem Übergang von einem fossil getriebenen Kapitalismus zu einer postfossilen Gesellschaft – die Große Transformation. (Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen.)
  • Billige und reichliche Energie als Voraussetzung des Wirtschaftens: Mit Karl Valentin könnte man sagen, dass sich das jetzt als ein „falscher Irrtum“ herausstellt.
  • Es gilt, die unvermeidlich anstehende große Transformation verträglich zu gestalten. Das ist insbesondere auch eine Aufgabe für die Unternehmen. Nach innen eine Überlebensfrage, nach außen ein Lösungsbeitrag.
  • Für diese Transformation gibt es keinen Masterplan (und kann es auch keinen geben).
  • Da man nicht weiß, wie die Zukunft sein wird, muss es das Ziel von Unternehmen sein, mit möglichst vielen unterschiedlichen möglichen Entwicklungen fertig zu werden (das ist auch das Prinzip der Natur).
  • Was bedeutet das für unsere Unternehmen? Es bedeutet vor allem, dass Effizienz als leitende übergeordnete Maxime nicht mehr taugt. Effizient kann man immer nur in einem wohldefinierten Kontext sein. Vielmehr muss das Ziel die Resilienz sein.
  • Dabei wissen wir, dass Effizienz und Resilienz gegenläufig sind…
  • Aber auch Resilienz muss gemanagt werden. Nach außen durch einen kritischen Blick auf die Welt und das Erkennen von nicht nachhaltigen Voraussetzungen in der eigenen Welt. Nach innen durch Vielfalt der Qualifikationen, durch flexible Organisationsstrukturen und durch Selbstorganisation.

Anmeldung:

Ich kenne Herrn Schindler persönlich sehr gut und bin immer beeindruckt über die Tiefe seines Wissens. Als Leiter eines „Thinktanks“hatte er in seinem beruflichen Leben die seltene Chance viele Jahre praxisnah zu forschen. Besonders angenehm empfinde ich, wie sachlich er über oft sehr emotionale Themen berichtet.

Dieses IF-Forum findet wieder bei der InterFace AG in Unterhaching in der Seminarzone im Dachgeschoss statt. Empfang ist ab 18:00, die Hinführung beginnt um 18:15. Im Anschluss an den kurzen Vortrag gibt es viel Raum für Kommunikation in angenehmer Atmosphäre.

Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf wie immer spannende Diskussionen und schöne Gespräche!

Eine Sondermeldung aus aktuellem Anlass:  Die Zeitschrift OBJEKTSpektrum kürt gerade den besten Beitrag der vergangenen 15 JAHRE.  Und der Beitrag unseres Kollegen Bernhard ist von der Redaktion auf die Auswahlliste der besten 40 Artikel aufgenommen worden. Wenn man bedenkt, wie viele Beiträge in 15 Jahren dort erschienen sind, dann ist das schon etwas ganz Besonderes.

Daher an dieser Stelle einen ganz herzlichen Glückwunsch an Bernhard!

Und wer selbst nachsehen oder abstimmen will, findet die Umfrage hier:

http://www.sigs.de/survey/index.php?sid=82127&lang=de

Zur Zeit entstehen in der Medienwerkstatt von Johannes Naumann sehr schöne Entwürfe für eine überarbeitete Firmenpräsentation.

Als Ergänzung versuche ich gerade, eine Kurzform auf einem DIN-A4-Blatt mit Vorder- und Rückseite zusammenzutragen, um die fachlichen Themen von InterFace sowie unsere Herangehensweise für eine schnelle Einführung im Gespräch parat zu haben.

Das ganze befindet sich noch sehr im Entwurfsstatdium, aber wer Spaß daran hat, mal einen Blick darauf zu werfen oder Feedback zu geben, kann dies hier gerne tun (Flyer-Entwurf-01 (14)).

Dazu musst Du angemeldet sein, der Link zur Anmeldung findet sich in der rechten Leiste am Ende unter META, das Password kannst Du zum Beispiel von Claudia oder Rupert erhalten.

Anregungen und Gedanken zum Thema sind immer willkommen.

Die Idee „Ein Marktplatz der Ideen für InterFace“ wird ja seit einigen Wochen recht aktiv bei InterFace diskutiert. Auch hier in IF-Open gibt es schon einige Beiträge dazu (hier, hier und hier). Nach wie vor ist die Diskussion und Gestaltung des Marktplatzes ein offener Prozess und Eure Vorschläge, Meinungen und Beteiligung willkommen!

Ich möchte Euch als Zwischenstand der Entwicklung eine Liste von Zielen und Motivationen vorstellen, die hinter der Einführung des Marktplatzes stehen (können). Um eine möglichst große Transparenz zu erhalten, sind alle bisher genannten oder als möglich erachteten Ziele in der Liste mit angeführt. Die Einträge sind jedoch nach ihrer bislang von uns wahrgenommenen Wichtigkeit sortiert, so dass die Ausrichtung des Marktplatzes sich eher an den Zielen zu Beginn der Liste orientieren wird. mehr »

Wissenspool zu Scrum

18. Februar 2010

Nachdem sich IF-Open auch als Wissenspool für einige Themen anbietet, haben wir hier nochmals die schon vorhandenen Posts im IF-Blog zum Thema SCRUM als einfache Referenz zusammengetragen.

Warum Scrum? Gründe für das Management (1/2)

Bernhard Findeiss, Samstag, der 30. Januar 2010

Sind nur selbstorganisierende Teams echte Teams?

Bernhard Findeiss, Mittwoch, der 13. Januar 2010

“Done”, oder: Wann ist etwas fertig?

Bernhard Findeiss, Dienstag, der 3. November 2009 mehr »

Aktueller Tipp von André:

Ich habe über Xing eine Einladung für einen Webcast am Dienstag erhalten, der wohl im Moment zur Diskussion über den Marktplatz / If-open  passt:

https://www.xing.com/events/itc-webcast-knowledge-based-organisation-wissen-it-standig-verfugbar-halten-453265

Über diesen Link kann man sich anmelden:
http://event.on24.com/event/13/92/16/rt/index.html?eventid=139216&key=7BAE7BBEC91BFF89D0E628F4B56368FA&partnerref=60

Besser wäre es, bei der Anmeldung eine Spam-sichere E-Mailadresse zu verwenden, da diese lt.  Datenschutzbestimmungen für Werbezwecke der deutschen Telekom sowie der Firma next-business-IT verwendet werden.

Nachdem wir noch kein anderes Tool dafür haben, trage ich einfach hier in IF-OPEN ein paar Gedanken ein zum Thema „Marktplatz der Ideen“.

Als erstes werfe ich dazu eine These in den Raum:

Wenn wir auf den Marktplatz der Ideen gehen, wollen wir nicht primär Wissen einkaufen, sondern eher herausfinden, ob sich andere Menschen für ähnliche Vorhaben interessieren wie wir selbst.

Seht Ihr das auch so – oder ganz anders ?  Bin gespannt …

Ihr könnt hier aber natürlich auch Eure eigenen Thesen loswerden.

Selbstorganisierende Teams

14. Januar 2010

Bernhard hat im IF-Blog einen interessanten Post veröffentlicht zur Frage

„Sind nur selbstorganisierende Teams echte Teams?“

http://if-blog.de/bf/selbstorganisierende-teams/

Ich könnte mir vorstellen, dass die Diskussion rund um dieses Thema auf für die Überlegungen zu „InterFace als Mitmachfirma“ von Belang sein kann, daher der Querverweis an dieser Stelle.

Die Kernthese aus Bernhards Post lautet: „das Team darf frei über seine (interne) Organisation entscheiden. Der Preis dafür ist jedoch Verantwortung …“

Daraus lässt sich möglicherweise sogar eine Kurzantwort ableiten auf eine der Grundfragen zur Mitmachfirma: „Wie organisiert man denn dort die Verantwortlichkeiten?“. Die Antwort könnte in einer ersten Näherung lauten:

Wer mitmacht ist zuständig.

Natürlich ist dies nur ein weiterer Gedankenanstoß rund um die breiten Felder der Teamorganisation, Agilität und Scrum sowie eben auch zur Mitmachfirma. Ich bin gespannt wie die Diskussion weitergeht.