IF Open - InterFace AG

Theater bei InterFace :-)

22. September 2013

Als die InterFace 1992 nach Unterhaching zog, war unser Gebäude noch im Bau. So konnten wir das Gebäude nach unseren Vorstellungen gestalten.

Damals haben wir einen wesentlichen Teil unserer Umsätze als Hersteller von HIT/CLOU mit Lizenzen und aus Wartungsverträgen erwirtschaftet. So waren viele Menschen bei uns in Entwicklung, Qualitätskontrolle, Hotline und Kundenservice stationär in Unterhaching tätig.

Und bei so einem modernen Software-Unternehmen durften damals Spielgeräte wie Billardtisch und Kicker zur Erholung vom Tagesstress nicht fehlen. So haben wir im Keller einen Raum mit Heizung für diesen Zweck ausgestattet.

Je mehr wir uns aber zu einem Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen entwickelt haben, desto mehr waren wir in der Welt und bei unseren Kunden unterwegs. Und die Kollegen waren nur noch selten in Unterhaching. So kam der Kicker in unseren Aufenthaltsraum in den zweiten Stock und der Billardtisch wurde einem befreundeten Unternehmen weitergegeben. In dem Kellerraum mit Heizung haben wir das KreatIF ein gerichtet, einen Raum fürs kreative Nachdenken mit vielen Metaplan-Tafeln und dafür geeignetem Zubehör .

TorturmtheaterZur Zeit stellt die InterFace AG dem Torturmtheater Sommerhausen diesen KreatIF-Raum für die Vorproben der neuesten Premiere zur Verfügung. Unter der Regie von Oliver Zimmer proben Jutta Neuhäuser und Armin Hägele die Groteske „Tante und ich“ des Kanadiers Morris Panych.

Das Stück:
Kemp (Armin Hägele), ein Mann ohne Freunde, der seine Eltern hasste, eilt an das Sterbebett seiner Tante (Jutta Neuhäuser). Doch der Erbschleicher wird abrupt ausgebremst, weil die Tante einfach nicht den Geist aufgeben will. Tage werden zu Wochen,  Jahreszeiten vergehen…

Probenfoto1Eine verrückte Geschichte mit viel finsterem, trockenen Humor. Der Autor Morris Panych widmete dieses Stück „all denen, die gestorben sind, und allen, die es noch nicht geschafft haben.“

Das Stück ist zuerst unter dem Titel „Vigil“ 1996 in Canada herausgekommen und hat den Jessy Award gewonnen als „Outstanding Original Play“. Unter dem jetzigen Titel lief es zuerst 2002 vor ausverkauftem Haus in Edinburgh und am Londoner Westend.

Der Regisseur:
Oliver Zimmer ist Münchner und seit 10 Jahren als freier Regisseur an verschiedenen Bühnen tätig. Er inszenierte Dea Loher, Yasmina Reza, Juli Zeh, Neil LaBute am Münchner Teamtheater, am Torturmtheater, am Weimarer Nationaltheater u.v.m.

Das Torturmtheater wurde 1950 von Luigi Malipiero errichtet und 1976 von Veit Relin übernommen. Unter beiden Intendanten erwarb sich das kleine Theater den legendären Ruf, großes Theater mit hohem Anspruch und vielen Erst- und Uraufführungen zu zeigen.

Probenfoto2Fünfzig bis sechzig Zuschauer sitzen im Turm direkt über der Straße auf seidenen Sitzkissen, und vor allem ganz nah am Geschehen auf der Bühne. Diese unmittelbare Nähe von Schauspieler und Publikum bietet ein einzigartiges Kulturerlebnis. Seit dem Tod von Veit Relin im Januar dieses Jahres wird es unter der Leitung seiner Frau Angelika Relin weitergeführt.

Die Premiere findet am 10.10.2013 in Sommerhausen statt, das Stück steht dann bis Weihnachten mit 68 Aufführungen auf dem Spielplan. (http://www.torturmtheater.de)

Wir bei der InterFace AG freuen uns sehr über unsere Gäste aus dem Bereich des Theaters. Und ich selbst habe mir schon die Fahrkarte nach Sommerhausen gekauft und Plätze für die Abendvorstellung am 19. Oktober reserviert. Das Zimmer im nahegelegenen Hotel in Sommerhausen ist auch schon gebucht.

:-) So freue ich mich auf das Stück – und noch schöner wäre es, wenn ich an diesem Abend dann auch noch ein paar bekannte Gesichter treffen würde.

P.S.
Die drei Bilder sind von Angelika Relin und Oliver Zimmer, die von den Probeaufnahmen direkt aus unserem KreatIF.

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