IF Open - InterFace AG

Am 29. Oktober 2015 hatten wir Dr. Andreas Zeuch beim IF-Forum der InterFace AG als Referent zum Thema „Unternehmensdemokratie“ zu Gast. Hier gibt’s das exklusive Video zum Vortrag:

Mit dem Werk „Alle Macht für Niemand“ erläutert Andreas Zeuch die Thematik „Demokratie in Unternehmen“ anhand verschiedener Fallbeispiele aus der wirtschaftlichen Realität.
Ein Buchtipp:

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Weitere interessante und spannende Videos findet ihr auf unserem YouTube Channel!

Wir freuen uns auf Euren Besuch.

andreaszeuch-300x200Alle Macht für Niemand!
Das ist das Motto von Dr. Andreas Zeuch. In seinem neuen Buch, erschienen am 8. September dieses Jahres, setzt er sich ausgiebig mit „Unternehmensdemokratie“ auseinander. Es handelt sich weniger um eine theoretische Abhandlung,  als viel mehr um einen spannenden Bericht aus dem prallen Leben. Ein mutiges und provokatives Werk, das mit so manchem Vorurteil aufräumt.

Doch was genau ist Unternehmensdemokratie? Das wird uns Dr. Andreas Zeuch auf dem Kommenden IF-Forum anhand seines Buches genauer erläutern. Hier vorab bereits ein Auszug aus dem Ausschreibungstext:

Unternehmensdemokratie – ist das die Zukunft der Arbeit oder der Witz der Woche? Können Unternehmen überhaupt eine demokratische Veranstaltung sein, oder lähmen gemeinsame Entscheidungsprozesse nicht und führen zur Insolvenz? Schließlich brauchen wir nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer!

Was geschieht, wenn ein CEO gewählt wird? Wenn eine Bank alle Hierarchiestufen abschafft; wenn sich Mitarbeiter ihre Aufgaben selber aussuchen oder das Reinigungspersonal bei Innovationen dabei ist? Bricht dann Chaos aus, oder entfaltet sich die innere Motivation der Belegschaft?

Andreas Zeuch ist auf Reise gegangen und hat Unternehmen gefunden, die zeigen, dass Unternehmensdemokratie eine menschlich lebendige und wirtschaftlich erfolgreiche Alternative zum zentralistischen Top-Down ist.

InterFace-Logo1_rgbDer Vortrag findet statt am Donnerstag, den 29. Oktober 2015, um 18:30 in den Büroräumen der InterFace AG in Unterhaching (Leipzigerstrasse 16). Gästeempfang ab 18:00 Uhr. Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf spannende Diskussionen und anregende Gespräche mit Ihnen!

 

Für alle, die beim letzten InterFace AG IF-Forum mit Referent Bruno Gantenbein zum Thema „Auch Lernen ist Evolution“ nicht dabei sein konnten und für alle, die den Vortrag gerne nochmals genießen möchten, gibt es jetzt das offizielle Video zur Veranstaltung.

Viel Spaß damit!

Mit leichter Verspätung, jedoch umso motivierter, eröffnet die InterFace AG das Jahr 2015 im Zeichen von Ada Lovelace und startet seine beliebte Vortragsreihe „IF-Forum“ direkt mit einem hochkarätigen Referenten und einer brisanten wie hochspannenden Thematik.

Bruno GantenbeinAm 23. Juli referiert Bruno Gantenbein, seines Zeichens Senior Berater und Projektleiter bei der CSP AG, zum Thema „Auch Lernen ist Evolution“. Hierbei gibt uns der Schweizer Unschooling-Pionier einen Einblick in die Praxis dieser neuen Art von Lernen und schlägt dabei eine philosophische Brücke zum Projektmanagement. Am Beispiel seiner eigenen Familie und den dort herrschenden Umständen, erläutert Bruno Gantenbein den Unschooling-Ansatz und gibt Einblicke in das eigens entwickelte „Spirit-Hand-Herz-Kopf“-Modell, welches die Gantenbeins seit nunmehr 10 Jahren erfolgreich praktizieren. Ein Übertrag der in diesem Kontext gewonnen Erkenntnisse zum Projektmanagement, stellt einen relevanten Fachbezug zur IT und der InterFace AG her.

Was ist Unschooling?
Unschooling ist ein vom Kind geleitetes Lernen im normalen Wohn- und Lebensumfeld der Kinder, zusammen mit ihren Eltern oder nächsten Bezugspersonen, ohne jeglichen Versuch die traditionelle Schule und ihre Lehrpläne nachzuahmen. Es gibt daher keinen geplanten Unterricht oder bestimmte Zeiten am Tag, für die schulähnliche Aktivitäten vorgeschrieben sind. Themen werden behandelt, wenn das Interesse des Kindes es verlangt. Die Eltern – oder die Personen, mit denen das Kind zusammenlebt – sind weniger Lehrer als vielmehr Unterstützer und Begleiter der Lebens- und Lernprozesse.

Der Bestseller-Autor Daniel H. Pink schreibt in seinem provokanten Buch „Drive: Was Sie wirklich motiviert“ über intrinsische Motivation und gibt darin einen interessanten Tipp: „Lassen Sie sich von den Unschoolern eine Lehrstunde geben!“

Das werden wir mit großem Vergnügen tun, Herr Gantenbein :)

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 23. Juli 2015, um 18:30 in den Büroräumen der InterFace AG in Unterhaching (Leipzigerstrasse 16). Gästeempfang ab 18:00 Uhr.

Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf spannende Diskussionen und anregende Gespräche mit Ihnen!

 

 

Ein Besuch in der Gegenwart

Das Jahr 2015 steht bei der InterFace AG im Zeichen des 200. Geburtstags von Ada Lovelace

ADA LOVELACE 2Als Unternehmen tragen wir gesellschaftliche Verantwortung. In unserem IF-Forum laden wir deshalb namhafte Referenten ein und debattieren gemeinsam aktuelle Themen. Durch die Verbindung von Historie und Gegenwart entstehen spannende Diskussionen und neue Erkenntnisse.

Nach Jean Paul in 2013 und Galileo Galilei in 2014, liegt der Fokus im Jahr 2015 auf der Mathematikerin und ersten Programmiererin Ada Lovelace (Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace, 1815 – 1852). Ihr revolutionäres Gedankengut sprengte die damaligen Grenzen der Vorstellungskraft und ermöglichte neue Perspektiven im Hier und Jetzt. Um eine Verbindung in die Moderne zu schaffen, sollen die Erkenntnisse Ada Lovelace‘ als Grundlage für die aktuell brisanten Themen „Algorithmus“, „Industrie 4.0“ und „OpenStack“ dienen. Wir freuen uns auf spannende Blicke in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.

Ada Lovelace – Das kurze und bewegte Leben einer inspirierenden Persönlichkeit
Ada Lovelace ist die Entwicklerin des Algorithmus und gilt als erste Programmiererin der Welt. Ihre Erkenntnisse waren der Zeit voraus und legten den Grundstein für die Entstehung komplexer heutiger Computerprogramme. Der Konflikt zwischen naturwissenschaftlicher Passion und den damaligen gesellschaftlichen Zwängen beherrschten einen Großteil ihres Lebens.

Herkunft, Kindheit und Lehrjahre (1815 – 1833)
Augusta Ada Lovelace wurde als Tochter von Anne Isabella Noel-Byron, 11. Baroness Wentworth und Lord Byron (damaliger Dichter) am 10. Dezember 1815 in Middlesex im heutigen London geboren. Kurz nach der Geburt, Ada war gerade einen Monat alt, trennten sich die Eltern und das Kind wuchs in der alleinigen Obhut der Mutter im Anwesen der Großeltern auf. Lord Byron, der Vater, hatte seit diesem Zeitpunkt keinerlei Beziehung zu seiner Tochter und verstarb als sie neun Jahre alt war. Entgegen des damaligen konservativen Erziehungsstandards, ermöglichte die naturwissenschaftlich interessierte und gebildete Mutter Ada eine mathematische und astronomische Ausbildung unter Anleitung des privaten Hauslehrers William Fend von der berühmten Universität zu Cambridge, der ihr auch in späteren Jahren als Ansprechpartner erhalten blieb. Diese frühe fachspezifische Prägung förderte ihr außergewöhnliches naturwissenschaftliches Talent und legte den Grundstein für ihre späteren Erkenntnisse.

Studium (1834 – 1842)
Als Ada 1834 mit 18 Jahren ein Interesse für Maschinenwesen entwickelte, hatte der weitere Ausbau ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten fortan höchste Priorität. Aufgrund damaliger gesellschaftlicher Sitten war ein Studium für Frauen zu dieser Zeit nicht möglich, auch der Zugang zu Bibliotheken blieb der Damenwelt verwehrt. Eine Ausbildung universitärer Güte war ausschließlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Ihrem Wissendurst folgend, fand Ada jedoch andere Mittel und Wege, um ihre Kompetenzen zu erweitern. Durch ihren Bekannten- und Freundeskreis sowie Besuche auf verschiedenen technischen Ausstellungen und wissenschaftlichen Vorträgen, lernte sie die Mathematikerin Mary Somerville kennen, die sie in die höchsten wissenschaftlichen Kreise Londons integrierte und den ersten Kontakt zu Charles Babbage und seiner Erfindung der „Difference Engine“ ermöglichte. Durch ihre Heirat im Jahr 1835 und den folgenden familiären Pflichten, konnte Ada ihre Arbeit in den folgenden Jahren nur stark limitiert fortsetzen. Erst eine Korrespondenz mit dem Mathematikprofessor Augustus De Morgan ab 1840 verhalf ihr zu neuem Esprit.

Werk (ab 1842)
Getrieben von neuem Mut und der Motivation durch die Zusammenarbeit mit Augustus De Morgan, begann Ada mit der Übersetzung eines von Charles Babbage in Französisch angefertigten Artikels zu seiner zweiten Rechenmaschinenentwicklung, der „Analytical Engine“. Neben der bloßen Rückführung in die englische Sprache, ergänzte sie den Beitrag um eine Vielzahl eigener Notizen und Erkenntnisse. Babbage war beeindruckt von Adas Arbeit und ermutigte sie zur Fortsetzung ihrer Überlegungen. Bald hatten ihre Ausführungen die dreifache Länge des Ursprungstextes und eine neue Dimension der Komplexität erreicht.
Die herausragende Komponente innerhalb des Fachartikels war der von ihr erdachte Vorschlag zur Berechnung der Bernoulli Zahlen mit Hilfe der „Analytical Engine“. Die zugrunde liegende Rechenmethode gilt bis heute als der erste entwickelte Algorithmus der Welt und kann als rudimentäres Computerprogramm verstanden werden. Charles Babbage zum Werk von Ada Lovelace: „Die Gräfin von Lovelace ist beinahe auf jedes der schwierigen und abstrakten mit dem Thema verbundenen Probleme detailliert eingegangen. Für diejenigen, welche diesen Überlegungen zu folgen vermögen, liefern diese beiden Artikel zusammengenommen den hinreichenden Beweis, dass nunmehr sämtliche Ausarbeitungen und Operationen der Analysis maschinell ausgeführt werden können.“ Zum Leidwesen Adas konnte die revolutionäre Maschine zur damaligen Zeit aufgrund limitierter technischer Möglichkeiten nicht gebaut werden. Ihre Arbeit und ihr mathematisches Talent jedoch fanden in der Fachwelt große Anerkennung.

Gesellschaftliches und familiäres Leben (ab 1835 – 1852)
Die Heirat mit Baron King (ab 1838 1. Earl of Lovelace) im Alter von 19 Jahren veränderte das Leben von Ada Lovelace nachhaltig. Drei Schwangerschaften und verschiedene Krankheiten zwangen sie zur temporären Aufgabe ihrer wissenschaftlichen Tätigkeiten. Erst 1840 fand sie zurück zu alter Motivation und entwickelte ab 1842 innerhalb der Zusammenarbeit mit Charles Babbage den ersten bekannten Algorithmus. Nach und nach jedoch zwangen gesellschaftliche Sitten sie zur vollständigen Beendigung ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit und sie musste sich der vorherrschenden Geschlechterrolle beugen. Auch ihr Mentor und großer Fürsprecher Charles Babbage kündigte alsbald die gemeinsame Arbeit auf. Im Jahr 1844 kommentierte Ada dies mit folgenden Worten: „Ich glaube nicht, dass Sie auch nur die Hälfte meiner Vorausahnungen besitzen und das Vermögen, alle möglichen Eventualitäten zu sehen (wahrscheinliche und unwahrscheinliche gleichermaßen).“ 
In dieser für sie unglücklichen Situation, in der kaum Zeit für das Studium der Mathematik und ihrer zweiten Passion, der Musik, blieb, suchte sie Ablenkung im gesellschaftlichen Leben, insbesondere bei Pferdewetten und verschiedenen männlichen Bekanntschaften.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Ada Lovelace aufgrund einer schweren Krebserkrankung bettlägerig. Sie verstarb schließlich mit nur 36 Jahren in ihrer Geburtsstadt London.