IF Open - InterFace AG

Vom 24. bis zum 26. Oktober 2011 fand in Nürnberg das diesjährige PM-Forum statt, der umfassendste Wissens- und Erfahrungsaustausch im Projektmanagement im europäischen Raum.

War InterFace in der Vergangenheit schon regelmäßig mit Teilnehmern mit vertreten, so feierten wir dieses Jahr auch Premiere als Aussteller. Der Schwerpunkt unseres Auftritts lag dabei ganz auf den Themen Projektcoaching und (agilem) Projektmanagement.

Zu beiden Themen hatten wir neue Broschüren im Gepäck, die auf dem Stand zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Während der 2 Konferenztage konnten wir eine ganze Reihe von Besuchern an  unserem Stand begrüßen, und viele sehr interessante Gespräche führen.

Im Verlauf des ersten Tages hatte jeder Aussteller die Möglichkeit, sich im Rahmen eines einminütigen Elevator Pitches an die Teilnehmer zu richten. Dr. Roland Spengler nutzte diese Gelegenheit, um zu einer Reihe von agilen Spielen an unseren Stand einzuladen.

So kam es dann auch: Bereits kurz danach hatten sich die ersten Interessenten bei uns am Stand eingefunden. Wir hatten mehrere verschiedene Spiele vorbereitet. Aus diesen wurde die „Marshmallow Challenge“ ausgewählt.

Bei der Marshmallow Challenge geht es darum, aus 20 Spaghetti, 1 Yard (= 91,4 cm) Schnur, 1 Yard Klebeband und 1 Marshmallow innerhalb von genau 18 Minuten einen Turm zu bauen. Ziel ist es, dabei so hoch wie möglich hinaus zu kommen. Am Ende muss der Turm mindestens 1 Minute frei stehen, ohne zusammenzubrechen.

2 Teams machten sich daraufhin an den Start. Schon nach kurzer Zeit wurden Unterschiede in der Herangehensweise deutlich: Während Team 1 sich daran machte, über verschiedene Lösungen zu diskutieren, probierte Team 2 einfach einige Lösungen aus und konnte so schon nach kurzer Zeit eine zwar einfache, aber dafür standfeste Lösung präsentieren.

 

Teams bei der Marshmallow Challenge

Diskussion möglicher Lösungsansätze

Mittlerweile war etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit abgelaufen, 9 Minuten somit noch übrig. Team 2 hatte sich in der Zwischenzeit auf einen gemeinsamen Lösungsansatz geeinigt und war gerade dabei, die verschiedenen Turmbestandteile in Serie zu fertigen. Team 1 machte sich gerade daran, die zweite Iteration des Turms zu vollenden, die mit 40 cm in etwa doppelt so hoch war wie die erste Version. Zu ihrer Erleichterung blieb der Turm auch dieses Mal stehen.

 

Fertigung der verschiedenen Turmbestandteile

Fertigung der verschiedenen Turmbestandteile

Nun war eine schwere Entscheidung zu treffen: Auf Sicherheit gehen und die erreichte Lösung akzeptieren, oder ein weiteres Mal den Turm verbessern? Nach einem Blick auf die Uhr (4 Minuten übrig), sowie das Konkurrenzteam, das gerade dabei war, einen Turm in ähnlicher Höhe aufzustellen, wurde entschieden, das Risiko einzugehen und den Turm doch noch zu erhöhen. Die Idee dabei war, die Marshmallow auf eine verschiebbare „Antenne“ zu stecken und so die maximale Höhe, die der gegenwärtigen Turmstruktur zuzumuten ist, herauszufinden.
Team 2 hatte zu diesem Zeitpunkt den Turm in der ersten (und finalen) Version zusammengebaut und suchte noch nach einem Weg, ihn ohne Beschädigung aufzustellen.

Die Zeit war nun um. Alle Teilnehmer mussten die Hände vom Turm nehmen. Team 2 hatte es tatsächlich geschafft und seinen Turm mittels der „Antenne“ um weitere 15 cm auf eine Gesamthöhe von 55 cm erhöht.

Und Team 1? Solange noch eine Hand am Turm war, hatte dieser eine ähnliche Höhe. Es versprach also spannend zu werden. Doch leider nur, bis die Hand weggenommen wurde: Der Turm von Team 1 war dieser Belastung (noch) nicht ganz gewachsen und stürzte ein.

 

Retrospektive

Retrospektive von Team 1

Nun hatten beide Teams noch Gelegenheit, die vergangenen 18 Minuten zu analysieren und eine kleine Retrospektive durchzuführen. Team 1 nutzte diese Gelegenheit gerne und fand auch bald einige Diskussionspunkte. Als positiv wurde die rege Kommunikation im Team sowie die Beteiligung aller gesehen. Verbesserungspotenzial sah man v.a. darin, das nächste Mal entweder iterativ vorzugehen, einige der zur Verfügung stehenden Materialien für einen Prototypen zu verwenden, oder zumindest den gewählten Lösungsansatz vorab zu testen.

Am Ende wurde im Teilnehmerkreis noch munter über weitere Lösungen und Herangehensweisen diskutiert.

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