IF Open - InterFace AG

April 2014

14. Mai 2014

Roland CEOIch freue mich, dass die Zahlen für den April diesmal schon in der ersten Monatshälfte des Mais vorliegen. Unser Umsatz im April lag bei knapp 1.7 Millionen EURO. Die Zahlen zeigen auch, dass bei anders strukturierten Monaten noch Luft nach oben ist.

Unter dem Strich bestätigt das Ergebnis die Annahme, dass wir auch in 2014 wieder einen höheren Umsatz als im Vorjahr erwirtschaften werden. Bemerkenswert ist auch, dass trotz des Ausbaus von Zukunft sichernden Aktivitäten die Ergebnissituation angemessen ist und hat meinen Erwartungen entsprochen.

:-) Und: Mit dem April haben wir dann schon wieder ein Drittel des Geschäftsjahres hinter uns …

Am Tage unserer 30 Jahresfeier veranstalten wir auch unser viertes fachliches IF-Forum. Hans Ulrich (der „Erfinder“ des St. Gallener Management Modells) hat Anfang der 80iger Jahre in einem Aufsatz „Acht Thesen zum Wandel im Management“ genannt. Eine der Thesen war:

„Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen“

Diese These wollen wir in unserem fachlichen IF-Forum 2014 debattieren.

Das IF-Forum startet am 27. Juni 2014 um 13:00 im Alpenbauer Sortpark in Unterhaching statt. Dort feiern wir anschließend unsere 30-Jahr-Feier. Das IF-Forum findet aber nicht im VIP-Bereich statt sondern im Seminarraum der SpVgg Unterhaching im 1. Stock über der Gaststätte im Sportpark noch außerhalb des Stadions.

Hier die vorläufige Agenda:

Ab 13:00 Unsere Gäste treffen ein …
Eintreffen / Welcome

13:15 Wolfgang Menauer, InterFace AG
Hinführung

13:45 Dr. Eberhard Huber, pentaeder
Resilienz vor Effizienz

14:15 Dominik Rose, InterFace AG
Agil, Lean und Open

Pause

15:00 Bernhard Findeiss, InterFace AG
Kanban und Scrum

15:30 Roger Dannenhauer, Turnaround
Geisteshaltung

16:00 Roland Dürre, InterFace AG
Hierarchie oder Netz

Um 17:00 geht es dann weiter zu unserer 30-Jahr-Feier in und um den VIP-Bereich des Alpenbauer Sportparks.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Anmeldung ans IF-Forum bitte per E-Mail!

Roland CEOEnde des Jahres 2014 werde ich die InterFace AG in meiner Rolle als aktiver Vorstand verlassen. An der InterFace AG ist meine Familie mehrheitlich beteiligt. Das soll so bleiben, um Kontinuität und Stabilität zu gewährleisten.

Auch aus diesem Grunde möchte ich für eine Übergangszeit die InterFace AG als Mitglied des Aufsichtsrates begleiten. Hier meine aktuelle Analyse.

Die InterFace AG ist ein Unternehmen, das sich zurzeit in Transformation befindet. Die Ursachen sind unterschiedliche:

  • Das Unternehmen wächst zurzeit sehr stark.

    Zwei Millionen € an Umsatz-Wachstum im Jahr heißt natürlich auch mehr Mitarbeiter, Kunden und Partner. Wie es ausschaut, werden wir auch in 2014 weiter wachsen. Das bedeutet mehr Verträge, mehr Kundenbetreuung, mehr Umsatzverantwortung, mehr Administration und Organisation. Wachstum kostet allgemein Kraft und Geld und bedeutet immer Veränderung.

  • Das Unternehmen regionalisiert sich.

    Unsere Regionen Darmstadt, Nürnberg, Stuttgart und Rhein.Ruhr sind recht erfolgreich. Hier entstehen eigene Kulturen mit auch unterschiedlichen kollektiven Konstrukten. In weiteren Regionen fassen wir Fuß. Die Regionalisierung hat auch Auswirkungen auf die Aufbau- und Ablauforganisationen (Strukturen und Prozesse).

  • Der Markt verändert sich.

    Modellhaft erbringen wir unsere Dienstleistung schon seit Jahren für
    Behörden, (Groß-)Unternehmen und IT-Lieferanten
    Diese drei Märkte verändern sich wesentlich.
    Die Verpflichtung zur Ausschreibung bei den Behörden wird für alle Beteiligten immer rigider und ist in der Gesamtheit sicher nicht mittelstandsfreundlich.
    Große Konzerne ändern ihr Verhalten gegenüber Lieferanten. Oft geht das Senken von Kosten zu Lasten der gelieferten Qualität. IT-Budgets sinken, die Fachabteilungen gewinnen an Relevanz. „Kaufmännsiche Administration“ und „Legal Service“werden wie wohl auch in der Gesellschaft immer dominanter.
    Die klassischen IT-Hersteller sind unsere traditionellen Partner. Neue Player wie Google oder Amazon übernehmen immer mehr die Hoheit auf den IT-Märkten. Ich bin gespannt, welche Hersteller in Zukunft die IT-Technologie und Dienstleistung erbringen werden.

    Es scheint klar, dass wir immer neue Kunden finden müssen. Mittelstand und die „IT-Lieferanten der Zukunft“ könnten für die InterFace interessant sein.

  • Immer mehr Leistungen der IT werden „commodity“.

    Mit Dienstleistungen, die „commodity“ werden, ist es schwierig bis unmöglich Geld zu verdienen. Wahrscheinlich werden wir in drei Jahren wesentliche Teile des Umsatzes mit für uns ganz neuen Leistungen und Produkten erwirtschaften. Das heißt, vieles muss mutig ausprobiert und dann klug entwickelt werden.

  • Die Art des Geschäftes und die Spielregeln verändern sich.

    Die Zeiten von „Body / Expert leasing“ scheinen auch aufgrund von gesellschaftlicher und rechtlicher Veränderung langsam zu Ende zu gehen. Alternativen können Service-Modelle, Gewerke oder eine „echte“ Beratungsleistung sein.

  • Der Gründer verlässt das Unternehmen.
    :-) Und in dieser Situation verlässt auch noch der Gründer das Unternehmen ….

Nun ist Zukunft immer unvorsehbar. Aber es ist leicht zu erkennen, dass sich die InterFace AG (wie vielleicht auch unsere Gesellschaft und viele Unternehmen in einer Phase starker Transformation befindet. Meine nächste Aufgabe soll so sein, diese Transformation zu begleiten.

Die Beobachtung anderer Firmen zeigt nämlich, dass ein personaler Wechsel dieser Art nicht ganz unproblematisch sein kann. Es gibt eine Reihe mir gut bekannter Unternehmen, die in solch einer Situation am Versuch einer positiven Transition gescheitert sind oder dabei zumindest wesentlichen Schaden genommen haben. Ich kenne aber auch ein paar Firmen, die eine ähnliche Situation erfolgreich gemeistert haben.

Im Leben muss man lernfähig sein. So meine ich, dass man von diesen anderen Unternehmen viel lernen kann und fremde Erfahrungen hilfreich sind. Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus der Beobachtung solcher Prozesse gewonnen habe, ist trivial:

Alles hängt immer von den Menschen ab.

Unternehmen sind soziale Systeme, die sich nicht verselbstständigen dürfen, sondern die Bedürfnisse ihrer Menschen verstehen und berücksichtigen müssen. Sie müssen Menschen in ihrer Entwicklung stützen und sie größer aber nicht kleiner machen.

Menschen sind anfällig für Ängste und entwickeln leicht Sorgen, berechtigte wie unnötige. So können sich schnell schädliche Konstrukte verselbstständigen und Missverständnisse diversen Frust verursachen. Dann wird auch das Positive schnell vergessen. Gemeinsamkeiten und für alle wichtige Ziele können schnell zur Nebensache werden.

Ich möchte in meiner zukünftigen Rolle den unnötigen Ängsten und Kopfgeburten entgegen wirken. Und aus meiner Rolle als Aufsichtsrat heraus versuchen, alle Kollegen des Unternehmens, der „erweiterten Geschäftsführung“ und des Vorstandes zu integrieren. Dies auch als Brückendienst zwischen Mitarbeitern, Unternehmen und Aufsichtsrat.

Wir müssen bei InterFace unser gemeinsames Verständnis und Gefühl weiter entwickeln: Was wollen wir und wo wollen wir gemeinsam hin! Ein lebendiger und gelebter Konsens ist die „halbe Miete“ für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Denn unser Hauptziel ist und muss bleiben, auch in schwierigen Zeiten auf einem gutem Niveau zu überleben und uns dabei selber treu zu bleiben.

An dieser Stelle ein großes „Danke Schön“ an alle meine Mitstreiter und Wegbegleiter!

Am 5. Mai um 18:00 hat in den Räumen der InterFace AG in Unterhaching um 18 Uhr die jährliche Hauptversammlung des Unternehmens stattgefunden. Die Agenda bestand aus den bei einer Aktiengesellschaft üblichen Themen wie Beschluss zur Gewinnverwendung (des Ergebnisses von 2013), Wahl des Steuerprüfers für 2014, Entlastung der Vorstände und Aufsichtsräte etc. Da die Amtszeit von Peter Jilek, unserem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates, zum Termin der HV zu Ende ging, wurde auch eine Wahl des Aufsichtsrates notwendig.

Unsere Hauptversammlung war diesmal gut besetzt; ich habe mich gefreut, dass eine Reihe von InterFace-Kollegen der ersten Stunde anwesend waren.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

Gewinnverwendung:
Die InterFace schüttet 30 Cent pro Dividende vom Jahresergebnis aus. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte des Jahresgewinn den Rücklagen zugeführt wird.

Wahl des Aufsichtsrat:
Für den vakanten Posten des Aufsichtsrats wurde Peter Jilek bis zum 31. 12. 2014 und ab 1. 1. 2015 Roland Dürre gewählt.

Ich bedanke mich hier ganz herzlich bei Peter Jilek dafür, dass er sich bereit erklärt hat, für die Übergangszeit bis zum Jahresende dieses Amt weiter auszuüben.

:-) Das offizielle Ende der Hauptversammlung war übrigens um 18:37. Die anschließende Happy Hour dauerte dann aber deutlich länger.