IF Open - InterFace AG

Jetzt sind die Videos vom letzten Vortrag der „IF-Akademie, Bier&Informatik“ verfügbar. Am 18. Juli hatte Felix Köbler an der TUM zu „Crowdsourcing und BahnScout“ berichtet. Es waren zwei spannende Themen, die man jetzt anschauen und -hören kann.

Vortrag TEIL I – Crowdsourcing:

Vortrag TEIL II – BahnScout:

Viel Spaß beim Anschauen!

Die Videos vom zweiten IF-Forum des Jahres 2013 – Jean Paul und der Hypertext – sind nun veröffentlicht.

Frau Dr. Annina Klinkert war am letzten Donnerstag, den 11. Juli, unser Gast im IF-Forum. Sie hat uns berichtet, wie Jean Paul zum Erfinder des Hypertext wurde. Das war schon das Thema ihrer Doktorarbeit, in den letzten 10 Jahren hat sie hierzu weiter geforscht.

Ihr Referat bei uns zu diesem Thema war eine echte Premiere. Wir haben von diesem Vortrag drei kurze Videos erstellt.

Vortrag TEIL I – Wie man auch das Schreiben ordnen kann:

Vortrag TEIL II – Wie Jean Paul den Witz generiert:

Vortrag TEIL III – Wie man die Texte von Jean Paul lesen kann:

Viel Spaß beim Anschauen wünscht die InterFace AG!

Ein neues App-Angebot der Bayerischen Staatsbibliothek!

jean_paul_logo_in_klecks_IF-Orange_webErst vor kurzem hat es eine im IF-Lab entwickelte Software dem international tätigen Künstler Wolf N. Helze ermöglicht, ganze Regionen mit hunderten und tausenden von Personen zu einem Gesicht zu vereinen. Nun hat das IF-Lab wieder für die Kultur gewirkt.

Im folgenden finden Sie Auszüge aus der offiziellen Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbibliothek zur Präsentation der App „Dichterwege - Auf den Spuren von Jean Paul (1245)“ (zum Lesen auf den Link klicken) am Dienstag, den 23. Juli 2013 um 11.00 Uhr m Landrätesaal der Regierung von Oberfranken, Bayreuth, Ludwigstr. 20.

Anlässlich seines 250. Geburtstags präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek in Verbindung mit der Bayerischen Sparkassenstiftung den Schriftsteller Jean Paul mit einer mobilen Anwendung für Tablets und Smartphones. Diese neue, kostenlose Location-Based-Services-Applikation „Dichterwege – Auf den Spuren von Jean Paul“ beschreitet hinsichtlich der Vermittlung eines Dichterlebens in Deutschland Neuland.

Die App liefert umfassende und multimediale Informationen rund um das Thema Johann Paul Friedrich Richter (1763 –1825). In sechs Themenkreisen bietet sie zahlreiche Möglichkeiten, Jean Paul zu entdecken und sich näher mit ihm zu beschäftigen. Zentrales Element bildet dabei der Jean-Paul-Weg in Oberfranken, darüber hinaus werden Bezüge zu allen Orten hergestellt, an denen der Dichter sich aufgehalten hat.

Angereichert wird die App mit Lese- und Hörproben seiner Werke und Informationen über Jean Pauls Leben, seine Gedanken und Interessen, die Personen in seinem Umfeld und Figuren aus seinen Werken. Und Jean Paul taucht auch selbst auf: als Comicfigur, die ihre Kommentare zu einzelnen Artikeln abgibt!

Mit dieser innovativen Art der Präsentation soll einerseits der Wanderer auf dem Jean-Paul-Weg jederzeit Informationen, auch etwa zur Gastronomie abrufen können, aber sie versucht auch, neue Nutzerkreise für Jean Paul zu gewinnen.

Die App ist ab 23. Juli 2013 kostenlos erhältlich im App Store, bei GooglePlay und im Windows 8 Store. Die Erstellung der Version für Windows 8 erfolgte im Rahmen eines Sponsorings durch die IF-Blueprint AG in Zusammenarbeit mit der InterFace AG. Und natürlich waren auch da unsere jungen Damen und Herren vom IF-Lab mit von der Partie.

Weitere Informationen unter http://www.interface-ag.de/Jean-Paul-APP.html

Juni 2013

18. Juli 2013

Roland CEOJetzt ist 2013 schon zur Hälfte vorbei. Wir können unter dem Strich mit dem ersten Halbjahr zufrieden sein – der Umsatz im Zeitraum von Januar bis Juni 2013 nur der InterFace AG lag inklusive „halbfertiger Leistung“ (erbracht aber noch nicht verrechnet) bei über 9 Millionen.

Wow! Wenn wir es hinkriegen, im zweiten Halbjahr noch mal dasselbe zu schaffen, dann wären das über 18 Millionen € Jahres-Umsatz. Und in den letzten Jahren haben wir im zweiten Halbjahr immer mehr als im ersten geschafft! So kommt mittelfristig die 20-Millionen-Marke schon mal in Sicht.

Im Vergleich zu unserer Hochrechnung (auch Plan genannt) liegen wir allerdings in Umsatz und Ergebnis um 100.000 € zurück. Das entspricht in etwa dem Betrag, den wir durch Unterauslastung und überdurchschnittliche Auslastung unserer Kollegen eingebüßt haben.

Die gute Nachricht ist, dass wir aktuell wieder über Vollauslastung verfügen. So besteht eine realistische Chance, den Rückstand im zweiten Jahr aufzuholen. Die nähere Zukunft sieht also ganz gut aus.

Vielleicht ist unsere Situation zurzeit vergleichbar mit den wunderschönen Sommertagen, die wir derzeit haben. Uns geht es gut, darüber freuen wir uns. Wir wissen aber auch, dass es demnächst mal wieder ein heftiges Gewitter geben wird. Und beobachten schon die eine oder andere drohende Wolke am Horizont.

Wir fürchten uns aber nicht, sondern bereiten uns möglichst gut darauf vor.

Übermorgen am Donnerstag:

Technische Vorträge von InformatikerInnen für InformatikerInnen

Nächster Termin – 18. Juli 2013 – diesmal  schon ab 16 Uhr an der TUM!

Unser nächster Vortrag in unserer Reihe IF-Akademie – Technische Vorträge 2013 findet am 18. Juli, wie immer an einem Donnerstag statt. Aber diesmal bleiben wir nicht in den Räumen der InterFace in Unterhaching, sondern gehen wie ein Wanderzirkus auf Tour und machen die Veranstaltung inklusive der anschließenden Happy Hour an der TU München in Garching. Die TUM stellt uns dazu den Raum „Konrad Zuse „ zur Verfügung.
felis_swReferent ist Felix Köbler. Felix hat einen großen Teil seiner informatischen Ausbildung und Forschung auch an der TUM verbracht. Er wird uns berichten, welche ganz neue Denkweisen und Möglichkeiten durch das Internet und die dazu gehörenden moderne Technologien schon Realität sind und wie das weiter gehen könnte. Dazu wird er zu folgendem Thema berichten:

 Crowdsourcing & BahnScout
Einführung und ausgewählte Schmankerl & Crowdsourcing-Lösung für sichere und saubere Bahnhöfe

Abstract von Felix:

Im ersten Teil meines Vortrags werde ich aktuelle technologische und sozio-technologische Entwicklungen skizzieren, wie bspw. die Adoption und Nutzung von ubiquitären und mobilen Technologien, die nicht nur unsere alltägliches Leben durchdringen sondern auch neuartige Anwendungen ermöglichen.

Ein vielversprechender, neuartiger Anwendungsfall stellt dabei das sogenannte Crowdsourcing dar, welches die Ver- und Auslagerung von Aufgaben oder Wertschöpfungsaktivitäten durch ein Unternehmen oder Institution an eine undefinierte Gruppe freiwilliger Nutzer umfasst.

Anhand von verschiedenen Beispielen, die über bekannte Anwendungen und Initiativen, wie Wikipedia und OpenStreetMap hinausgehen, werde ich Möglichkeiten und Problemstellungen dieser neuartigen Konzepte diskutieren. Eine Besonderheit des Crowdsourcing liegt in der Ausdehnung bestehender Arbeitsteilungsmodelle um den Faktor Motivation, der in der sozio-technischen Umsetzung zu meist durch die Anwendung von Gamification – der Einsatz von spielerischen Elementen in nicht-spielerischen Kontexten – bedacht wird.

Der zweite Teil des Vortrags befasst sich mit einer konkreten Lösung und Anwendung „BahnScout“ im Bereich des sogenannten „Mobile Crowdsourcing“, welches durch technische Entwicklungen im Bereich der mobilen Endgeräten ermöglicht wird. Bei „BahnScout“ handelt es sich um eine Smartphone-Applikation mit der Fahrgäste Probleme, wie technische oder bauliche Schäden und Verschmutzungen in Bahnhöfen und öffentlichen Infrastrukturen, direkt an die zuständige Stelle melden können.

Der Vortrag soll neben aktuellen Ergebnissen aus dem laufenden Feldversuch diverse Einblicke in die handwerkliche Vorgehensweise (Participatory Design/User-centered Design) und konzeptionelle Herausforderungen im Bereich Gamification während der Entwicklung der Lösung geben.

Der Referent

Felix Köbler ist Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Er erhielt einen B.Sc. und M.Sc. in Information Systems/Wirschaftsinformatik von der Technischen Universität München und studierte unter anderem an der Shanghai Jiao Tong University, Shanghai, China sowie der Technischen Universität Tampere, Finnland und der Universität Tampere, Finnland.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Globale Distributed Software Engineering, Social Networking, Gamification, Persuasive Technologies und Ubiquitous und Mobile Computing mit einem starken Fokus auf Human-Computer Interaction. Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten werden in internationalen Fachzeitschriften, wie bspw. AIS Transactions on Human-Computer Interaction und International Journal of Human-Computer Interaction (IJHCI) sowie auf internationalen Konferenzen wie International Conference on Information Systems, European Conference on Information Systems und ACM SIGCHI Conference on Human Factors in Computing Systems veröffentlicht.

Neben der Ausgründung zu BahnScout ist er in den Bereichen User Experience Design und strategische Beratung sowie im Business Development bei  FELD M eine Beratung für digitales Marketing, und als selbständiger Berater beschäftigt.

Ein paar Infos zur Veranstaltungsreihe

Alle zwei Monate bieten wir einen Vortrag mit technischen, fachlichen, führungs-spezifischen oder unternehmerischen Themen an. Dazu laden wir alle interessierten InformatikerInnen aus der Region und natürlich ganz besonders die Kolleginnen und Kollegen der InterFace AG ein.

In den Vorträgen wird der Idee von Craftmanship folgend neues Wissen und besondere Erfahrung aus der Praxis für die Praxis weiter gegeben. Schwerpunkt und Inhalte sind Programmieren als deutsche Ingenieurs-/Wertarbeit, modernes Basis-Know-How, Zukunfts-Technologien, Insider-Wissen und Veränderung bei bewährten Technologien, Erfahrung aus Projekten wie aus Management & Führung und vieles mehr.

Die Referenten sprechen in der Regel 30 Minuten, die nächsten 60 Minuten gehören der Diskussion. Und anschließend gibt es immer eine „Happy Hour“.

Die Veranstaltungen werden am Abend jeden dritten Donnerstag in den ungeraden Monaten des Jahres stattfinden.

Am 11. Juli war bei uns in Unterhaching wieder IF-Forum. Frau Annina Klappert hat zu dem anspruchsvollen Thema Jean Paul und der Hypertext drei unterhaltsame Kurzvorträge gehalten – und alle Besucher waren begeistert. Hier ein paar Bilder vom Moderator, unserem „Künstler-Gast“ Peter Fischerbauer und vor allem von unserer Referentin!

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Der Vortrag beginnt!

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Die Spannung steigt!

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Frau Klappert kommt in Fahrt!

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Peter Fischbauer erzählt wie er Jean Paul fühlt und den Siebenkäs malt.

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Die Hinführung hat mir Spaß gemacht.

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Zum Trinken gab es ein ganz besonderes Jean-Paul Bier!

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Zum Abschluss gibt es die verdiente Belohnung!

Und wir freuen uns jetzt auf das Video, das zeitnah veröffentlicht wird.

Kunst & InterFace AG

12. Juli 2013

Eine Software-Lösung von InterFace hat dem Medienkünstler Wolf Nkole Helzle bei seinem Projekt „Homo universalis“ sehr geholfen. Getestet hat Wolf Helzle die Software ja schon bei unserem fachlichen IF-Forum „Craftsmanship“ am 13. Juni. Einfach auf Video klicken, dann kann man das Ergebnis inklusive einer kleinen Erläuterung sehen. Jetzt kam es zum ersten großen Einsatz in Münsingen. Und unser System hat hervorragend funktioniert!

Hier die Pressemitteilung des Künstlers zum Abschluss seines Projektes:

P R E S S E M I T T E I L U N G

HOMO UNIVERSALIS – das Gesicht des Biosphärengebiets ist da!

Mit 1000 portraitierten Besucherinnen und Besuchern beendete Medienkünstler Wolf Nkole Helzle sein Projekt „Homo universalis“ im Rahmen der INTERIM Biennale im alten Lager von Münsingen.

Münsingen. 16 Tage dauerte das Kunstspektakel im Herzen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und das temporäre Atelier von Wolf Nkole Helzle war täglich von 11 bis 18 Uhr für alle Besucher geöffnet. Jeden Abend berechnete er mit einer eigens dafür entwickelten Software den aktuellen Stand des Gesamtportraits. Es waren 16 Tage voller spannender Gespräche über das Wesen der menschlichen Natur zwischen Individualität und Kollektiv, zwischen Selbstbild und Gesamterscheinung. Es gab viele Fragen und Vermutungen über die Entstehung des Bildes, über sich durchsetzende Signifikanzen, über Geschlecht und Alter dieses Biosphärenwesens, über die Häufigkeit von Brillenträgern und woher wohl diese Offenheit und Freundlichkeit käme.

Von 1000 Besuchern nahm Helzle zuerst ein individuelles fotografisches Portrait, welches direkt gedruckt wurde. Signiert und nummeriert kam es anschließend in den Besitz der Portraitierten, welche sich aus allen Altersgruppen zusammensetzten. Alle Fotoabzüge wurden im Interimsatelier zudem säuberlich an einer Wand befestigt, welche sich im Laufe der Zeit füllte und eine Übersicht gab sowohl über die Besucher, als auch über die am Gesamtportrait gleichberechtigt Beteiligten.

Die speziell für dieses Projekt entwickelte Software aus dem Hause InterFace AG, Unterhaching bei München, ermöglicht es dem international tätigen Künstler, nun ganze Regionen mit hunderten und tausenden von Personen zu einem Gesicht zu vereinen.

Das Gesicht des Biosphärengebiets kann in verschiedenen Formaten erworben werden (www.helzle.com).

Münsingen, den 8.7.2013
Social Media Art Wolf Nkole Helzle
Schloßberg 1 D-72525 Münsingen
fon_+49 7384 959 72 89
mobil_+49 170-188 71 40
mail@helzle.com
www.helzle.com
www.interactive-image.org

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Die Installation des Homo universalis im Gebäude BT23 des alten Lagers mit den Einzel- und der Projektion des Gesamtportraits (Foto: Luca Siermann)

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Helzle´s Interimsatelier während der Biennale (Foto Claudio Hils)

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“Homo universalis – wir geben dem Biosphärengebiet ein Gesicht”
von Wolf Nkole Helzle, 2013

RMD

Heute Abend ist es soweit!

Frau Dr. Annina Klappert
ist unsere Referentin des zweiten IF-Forum im Jahre 2013. Ihr Thema wird sein:

Jean Paul und der Hypertext

Dazu wird sie am 11. Juli 2013 bei InterFace in Unterhaching im IF-Forum extra für uns einen Vortrag halten.

Hier ein kurzer Ausblick:

Die Datenmengen sind im Laufe des 20. Jahrhunderts stetig gewachsen und mit ihm das Problem des Zugriffs.

Jean Paul nun war schon zu seiner Zeit ein ‚Profi‘ des Sammelns und in seinem Rahmen bereits mit den gleichen Problemen konfrontiert. Mit seiner speziellen Exzerpt-Technik hat er Wissen nicht nur gesammelt, sondern auch intelligent vernetzt.

Wie also, so können wir mit Jean Paul für heute fragen, lassen sich Daten speichern und vernetzen?

Und wie kommen wir von diesen Daten zu neuem Wissen?

Ein kleiner Blick in Jean Pauls Ästhetik soll uns sein Witzkonzept näherbringen und etwas über mögliche Verknüpfungstechniken lernen lassen. Insgesamt soll aus der von Jean Paul in seiner ‘Vorschule der Ästhetik’ theoretisch unterfütterten und seiner poetischen Praxis durchexzerzierten Schreibpraxis  herauskristiallisiert werden, warum uns heutige Hypertextsysteme so helfen, wie sie in ihrer Wissensordnung funktionieren und wo ihre Herausforderungen liegen.

Zur Person:

Frau Dr. Annina Klappert promovierte an der Universität Bonn mit der Dissertation „Die Perspektiven von Link und Lücke. Sichtweisen auf Jean Pauls Texte und Hypertexte“. Von 1999-2004 wirkte sie am Forschungskolleg SFB/FK 427 „Medien und kulturelle Kommunikation“ in Köln.

Derzeit ist Frau Klappert Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt. Dort sind ihre Interessen und Forschungsschwerpunkte: Theorien der Virtualität; Hypertexttheorien; Zettelkästen als Wissenstechnik und digitale Praxis und Gegenwartsliteratur.

Anmeldung:

Dieses IF-Forum findet in unserem Headquarter in Unterhaching in der Seminarzone im Dachgeschoss statt. Beginn ist um 18:00. Wir freuen uns auf unsere Gäste! Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer per E-Mail.

P.S.
Hier noch ergänzend ein Überblick über unsere drei „Jean Paul Vorträge“ im Jahr 2013


Ein Besuch in der Gegenwart

Jean Paul Vorträge im IF-Forum

2013 widmet sich das IF-Forum der Aktualität von Jean Pauls Themen und Gedanken.
Mit Vorträgen zu Unternehmertum, Hypertext, Witz und neuen Medien möchten wir neue Perspektiven und Fragestellungen auf das Hier und Jetzt werfen.
Seien Sie dabei!



Jean Paul der Unternehmer

Jean Paul zählte zu den ersten Schriftstellern in Deutschland, die von ihrem Schreiben leben konnten. Und dies, obwohl er unter erschwerten Bedingungen gestartet war. Er gelangte in die geistigen Zentren seiner Zeit: Leipzig, Weimar, Berlin – und erzielte Bucherfolge, die Goethe neidisch werden ließen. Als Jean Paul heiratete, lud ihn sogar die preußische Königin zum Tee ein und schenkte ihm ein Silberservice.

Jean Pauls Aufstieg und Erfolg verdankte sich nicht dem Zufall, sondern einem umsichtigen Vorgehen mit unternehmerischem Instinkt. Selbst als die Zeiten schlecht wurden und die Napoleonischen Kriege halb Europa verheerten, konnte er seine Position halten. Wie Jean Paul Erfolg mit Nachhaltigkeit verband, hat bis heute eine erstaunliche Aktualität.

Referent Bernhard Echte, Literaturwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Publizist, war lange Jahre Leiter des Robert Walser-Archivs in Zürich. Heute führt er als Unternehmer den Verlag “Nimbus, Kunst und Bücher”.

Datum 11. April 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


Jean Paul und der Hypertext

Schon bevor er zu Jean Paul wurde, las der junge Johann Richter alles, was ihm in die Hände fiel. Kaum ein Buch gehörte ihm. Was er las, wurde in Notizheften exzerpiert. In diesen Heften fanden sich auch Kommentare zu den Ideen, die gerade durch seinen Kopf schwirrten. Seine Einträge versah Jean Paul mit Stichwörtern, neudeutsch Tags. Somit schuf er sich eine riesige Privatenzyklopädie, die sortiert war wie eine moderne Datenbank. Diese bildete die Grundlage seines literarischen Schaffens. Nur mit Hilfe dieser Datenbank gelang es Jean Paul, seinen einzigartigen Stil umzusetzen, der sprunghaft und genau zugleich ist. Er schaffte es, aus der finanziellen Not seiner Jugend eine Tugend zu machen, deren Ergebnis uns heute noch staunen lässt.

Referentin Annina Klappert, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Erfurt. Sie promovierte zu einem Strukturvergleich von Jean Pauls Texten und Hypertexten. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Fragen der Medialität, Referentialität und Virtualität.

Datum 11. Juli 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


Jean Paul, der Witz, die Postmoderne und die neuen Medien

Er war ein “Götter-Leugner” und ein “geistreicher Zersetzer”, ein glühender Kosmopolit, Skeptiker und Witze-Macher. Man lobt seine Erziehungslehre Levana, die gegen den verbissenen Ernst in Fichtes Reden an die deutsche Nation Witz und Ironie zur Grundlage einer gesunden Persönlichkeit erhob. Man sieht in seiner Politik der “dritten Position zwischen Deutschtümlern und Bonapartisten” eine Vorwegnahme der postmodernen Unentschiedenheit zwischen den gegensätzlichen Polen der ‚Wahrheit’. Mit seiner Ästhetik der Abschweifung nimmt er die Unterbrechungs- und Absprungsästhetik des Hypertextes im Internet vorweg. Wer war dieser Mann, der seine Heimat kaum verließ und zugleich vielen seiner Zeitgenossen gedanklich und mental so weit voraus gereist war?

Referent Roberto Simanowski ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Er setzt sich mit den Veränderungen des Schreibens im digitalen Zeitalter auseinander und publiziert das Onlinejournal dichtung-digital – journal für digitale ästhetik.

Datum 07. November 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


Jetzt sind alle Videos vom fachlichen IF-Forum fertig.Ich denke, es lohnt sich, sie anzuschauen!

Deshalb zusammengefasst nochmals alle Vorträge (in der Reihenfolge, in der sie gehalten wurden):

Assoziationen Craftsmanship, Wolfgang Menauer, InterFace AG

 

Eckpfeiler einer Unternehmens(Wissens-)Kulter, Kristin Block, wissenswerk

 

Ein Tag im Leben eines Software Craftsman, Bernhard Findeiss, InterFace AG

 

Wissenstransfer durch leichtgewichtige Reviews, Dr. Elmar Juergens,  CQSE GmbH

 

Master and  Apprentice, Bernd Fiedler, Datac

 

Wissen – geben und nehmen- warum so viel verloren geht! Reinhard Büttner, SWM

 

Viel Freude beim Anschauen!